Abstract
Aufgrund des Lehrer:innenmangels steigen Lehramtsstudierende zunehmend begleitend zum Studium in den Lehrberuf ein. Personale Ressourcen sind in dieser anforderungsreichen Situation von Bedeutung. Auf der Basis einer Stichprobe von 296 österreichischen Studierenden in der Doppelrolle wurde mittels Strukturgleichungsmodellen überprüft, inwieweit Coping, das als personale Ressource betrachtet wird, mit der emotionalen Erschöpfung und dem Engagement in Beziehung steht. Die Ergebnisse belegen, dass das problemorientierte annähernde Coping mit einer geringeren emotionalen Erschöpfung im Beruf und einem höheren Engagement im Studium in Verbindung steht. Das emotionsorientierte annähernde Coping korreliert positiv mit der emotionalen Erschöpfung im Beruf. Für das vermeidende Coping zeigten sich keine Zusammenhänge. Problemorientierte annähernde Copingstrategien stellen eine bedeutsame Ressource in der frühen Berufseinstiegsphase dar und sollten als fester Bestandteil in die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen integriert sein.

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Copyright (c) 2025 Gerda Hagenauer, Christoph Helm
