Abstract
Von verschiedener Seite werden die pädagogischen Hochschulen aufgefordert, das humboldtsche Ideal der Einheit von Forschung und Lehre einzulösen. Darin liegt eine dogmatische Setzung, die der kritischen Prüfung nicht standhält. Der Autor begründet seine Position unter Rekurs auf die Wissensbasis der Lehrprofession, den Stellenwert der Forschung in einer modernen Wissenschaft und die Kompetenzorientierung der Studiengänge der Lehrerinnen- und Lehrerbildung. Anstelle eines Einheitsdenkens empfiehlt er ein Differenzdenken, das es den pädagogischen Hochschulen ermöglicht, das Verhältnis von Forschung und Lehre variabel auszugestalten.

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