Abstract
Ausgehend von der Überlegung des organisierten Vertrauens erschließt der Beitrag bildungshistorisch und quellenbasiert Kontexte, in denen die pädagogische Funktion bzw. die Praxis der Klassenlehrperson in der Phase der Bildungsexpansion als krisenhaft wahrgenommen wurde. Hierbei zeigt sich eine diskursive Thematisierung der Klassenlehrperson in den 1950er-Jahren inmitten der Erosion der Mehrklassenschule auf dem Land sowie in den 1970er-Jahren anlässlich schulkritischer Infragestellungen von Unterrichtenden sowohl durch Forderungen der antiautoritären Erziehung als auch durch therapieorientierte Aufforderungen zur Reflexion der «Lehrer-Schüler-Beziehung».

Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International.
