Lehrpersonenmangel – Fakten, Mythen, Leerstellen

  • Manuela Keller-Schneider
  • Salome Schneider Boye
Schlagworte: Lehrpersonenmangel, demografische Entwicklungen, Lehrerinnen- und Lehrerbildung, individuelle und kontextuelle Faktoren

Abstract

Der gegenwärtige und prognostizierte Lehrpersonenmangel stellt die Bildungsverwaltung und die Schulen vor Herausforderungen. Bei steigenden Zahlen von Schülerinnen und Schülern und den demografisch bedingten Pensionierungen zahlreicher Lehrpersonen
war im Mai 2023, das heisst kurz vor den Sommerferien, eine Vielzahl von Stellen noch unbesetzt. Weitere, auch in den Medien diskutierte Gründe, die supponieren, Lehrpersonen seien überfordert und würden den Beruf verlassen, lassen sich empirisch nicht belegen. Statistiken und Befunde zeigen vielmehr, dass die Kündigung einer Anstellung zum Wechsel des Pensums, der Schule oder der Funktion oder für einen Unterbruch genutzt wird und somit insgesamt mit dem Verbleib im Schuldienst einhergeht. Doch der Bedarf an Lehrpersonen kann mit den Abgängerinnen und Abgängern der Pädagogischen Hochschulen nicht gedeckt werden, trotz steigender
Studierendenzahlen. Weitere Massnahmen sind erforderlich. Der Beitrag beabsichtigt, Fakten darzulegen sowie Mythen und Leerstellen zu identifizieren.

Veröffentlicht
2023-12-14
Zitationsvorschlag
Keller-Schneider, M., & Schneider Boye, S. (2023). Lehrpersonenmangel – Fakten, Mythen, Leerstellen. BzL - Beiträge Zur Lehrerinnen- Und Lehrerbildung, 41(3), 355–368. https://doi.org/10.36950/bzl.41.3.2023.10356