Sonderpädagogik in der allgemeinen Schule: eine neue Aufgabe für die Lehrerbildung
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Schlagwörter

Allgemeinbildende Schule
Lehrerausbildung
Schüler
Verhaltensstörung
Lernbehinderung
Didaktik
Lehrplan
Unterrichtsmaterial
Sonderpädagogik

Zitationsvorschlag

Grissemann, H. (1987). Sonderpädagogik in der allgemeinen Schule: eine neue Aufgabe für die Lehrerbildung. BzL - Beiträge Zur Lehrerinnen- Und Lehrerbildung, 5(1), 5-23. https://doi.org/10.36950/bzl.5.1.1987.1

Abstract

Sonderpädagogik in der allgemeinen Schule als Gegenstand der Lehrerbildung darf nicht mit einer Einführung in heilpädagogische bzw. behindertenpädagogische Grundfragen verwechselt werden. Diese erziehungswissenschaftliche Disziplin, welche heute vermehrt beachtet wird, steht im Ueberschneidungsfeld von Pädagogik und Sonderpädagogik, lässt sich in der Zielsetzung zur Individualisierung des Unterrichts in Regelklassen eher der allgemeinen Pädagogik zuordnen, wird aber inhaltlich nachhaltig von Forschungsergebnissen der neueren Sonderpädagogik beeinflusst. In der mikropädagogischen Auseinandersetzung mit Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten ergeben sich Einsichten, die nicht nur für Problemschüler bedeutsam sind. Die curriculare Skizze einer Problemschülerpädagogik in der Lehrerbildung, die hier vorgelegt wird, soll Lehrplanentscheidungen anregen, die an die institutionellen Vorhaben angepasst werden müssen. Die Vorschläge stützen sich auf Empfehlungen der Erziehungsdirektorenkonferenz, in denen auch im Hinblick auf vermehrte Integration von Problemschülern in den Regelklassenunterricht, die Erhöhung der sonderpädagogischen Handlungskompetenz der Lehrer an diesen Klassen nahegelegt wird.

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