Pestalozzi im Lehrerfest 1896. Der Pestalozzi-Kult als nationaler und professioneller Einheitskult
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Schlagwörter

Erziehungsgeschichte
Lehrer
Berufsrolle
19. Jahrhundert
Gedenkfeier
Pestalozzi
Johann Heinrich
Schweiz

Zitationsvorschlag

Winter, D. (1997). Pestalozzi im Lehrerfest 1896. Der Pestalozzi-Kult als nationaler und professioneller Einheitskult. BzL - Beiträge Zur Lehrerinnen- Und Lehrerbildung, 15(3), 381-386. https://doi.org/10.36950/bzl.15.3.1997.10433

Abstract

Das Jahr 1896 bildete einen Höhepunkt zivilreligiöser Anstrengungen in der Schweiz. Das Unterfangen lief über die Figur Heinrich Pestalozzi - begründet in den und bestärkt durch die Gedenkfeierlichkeiten zu seinem 150. Geburtstag. Im Pestalozzi-Jubiläum wurde die erzieherische Absicht einer Feier über die Feier einer zur Symbolfigur des Erziehers gewordenen Persönlichkeit exemplarisch verwirklicht. Die Erzieher leisteten ihrerseits einen zentralen Beitrag: als (Mit-)Organisatoren, Publizisten, Redner einerseits, in ihrer konkreten Funktion als Pädagogen andererseits. Entsprechend wurde im Lehrerfest als Teil des Pestalozzi-Jubiläums nicht nur das berufliche und persönliche Selbstverständnis der (liberalen) Lehrkräfte, sondern auch der Stellenwert des Berufsstandes im gesellschaftlichen Umfeld und Zusammenhang thematisiert. Der Pestalozzi-Kult, umgesetzt im nationalen Fest für Pestalozzi, ist Ausdruck eines nationalen, nationalerzieherischen und professionellen Einheitskultes.

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